Wir alle kennen das Frontetikett unserer liebsten Biere – manche haben ein starkes Markenimage, und manche sind wunderschön gestaltet. Aber liest Du eigentlich die Informationen auf der Etikett-Rückseite? Und weißt Du, was die Informationen bedeuten?

Die Informationen auf jedem Etikett sind wichtig, weil sie nicht nur allgemeine Produktinformationen enthalten, sondern auch den offiziellen Rechtsvorschriften entsprechen müssen.

Bieretiketten

Was muss angegeben werden?

Nachstehend findest Du die wichtigsten Angaben, die auf dem Etikett deutlich sichtbar sein müssen:

  • Die gesetzliche Bezeichnung des Produkts, in unserem Fall: Bier.
  • Die juristische Person, d.h. der Firmenname des Herstellers, Importeurs oder Händlers.
  • Die Nettofüllmenge muss in Litern (L) oder Centiliter (z. B. ml oder cl) angegeben werden.
  • Etwaige besondere Lagerbedingungen
  • Der Alkoholgehalt muss in Prozent angegeben werden (z.B.: 5,3% alc), wenn er über 1,2% liegt.
  • Eventuelle Allergenangaben
  • Was die Zutaten betrifft, so müssen diese nicht angegeben werden, wenn es sich um die klassischen Zutaten handelt (z. B. Wasser, Malz, Hopfen und Hefe), aber sie müssen angegeben werden, wenn Allergene vorhanden sind.
  • Mindesthaltbarkeitsdatum.

Außerdem schreibt das Gesetz vor, dass alle diese Informationen an derselben Stelle auf dem Etikett angegeben werden müssen, sodass sie deutlich lesbar sind und die Mindestmaße für die Warnhinweise eingehalten werden.

Normalerweise müssen bei Lebensmitteln und Getränken die Zutaten angegeben werden. Bei Getränken mit mehr als 1,2 % Alkoholgehalt ist dies jedoch nicht erforderlich. Trotzdem entscheiden sich viele dafür, freiwillig eine Energieangabe in Form von Kalorien pro 100 ml zu machen.

Andere Angaben wie Stil, IBU, Farbe oder empfohlenes Glas sind fakultativ, und es liegt im Ermessen des/der Herstellers/Herstellerin, ob sie angegeben werden oder nicht.

Vermarktungsregeln

Die Verpackungen von alkoholischen Getränken dürfen nicht in unverantwortlicher Weise für den Alkoholkonsum werben oder für Kinder attraktiv sein.

Etikett für Craft Beer

Bei handwerklich hergestellten Bieren (Craft-Bieren) kann es zu Abweichungen bei den Angaben kommen, die natürlich von den obligatorischen Angaben, die immer gemacht werden müssen, abweichen.

Die Unterschiede in den Angaben hängen hauptsächlich von der Bestimmung und dem Vertrieb der Biere ab, vor allem zwischen dem Verkauf in Supermärkten und dem Vertrieb über Nischenkanäle. Denn für diejenigen, die sich mit Craft-Bieren auskennen, ist die Angabe, dass es sich bei einem kaiserlichen Pils um ein blondes Bier handelt, nicht notwendig. Informationen, die andererseits für diejenigen, die im Supermarkt kaufen, nützlicher sein könnten.

Ein sehr wichtiger Hinweis ist, dass der Begriff „handwerklich“ nur für Biere verwendet werden kann, die nach den im Gesetz von 2016 vorgesehenen Angaben hergestellt wurden:

Bier, das von einer Brauerei hergestellt wird, die nicht mehr als 200.000 Hektoliter pro Jahr produziert, die von anderen Unternehmen unabhängig ist und die das Bier nicht filtert oder pasteurisiert.

Die Informationen müssen klar und transparent sein, um keine Verwirrung zu stiften. Darauf müssen die Erzeuger achten und das richtige Gleichgewicht zu den Aspekten des Marketings und der Ästhetik finden, die leider manchmal überwiegen.

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