IPA

IPA Bier: Was genau ist ein India Pale Ale?Alles über den erfrischend-hopfigen Bierstil

IPA Bier gilt als der Bierstil der Craft-Beer-Bewegung, doch was ist das Besondere am India Pale Ale? Woher kommt es? Und welche IPA-Varianten gibt es? Wir erklären Dir alles über den hopfenbetonten Bierstil!

IPA Bier ist heutzutage einer der beliebtesten Stile der Bierwelt – fast jeder Brauer hat ein India Pale Ale im Sortiment. Doch was genau ist das eigentlich?

  1. Definition: Was genau ist ein IPA Bier und wie schmeckt es?
  2. Geschichte: Wo liegt der Ursprung des IPAs?
  3. Sortenvielfalt: Welche IPA-Varianten gibt es?
  4. Verkosten: Wir trinkt man ein IPA und was schmeckt dazu?
  5. Bestseller: Was sind die besten India Pale Ales?

1. Definition: Was genau ist ein IPA Bier und wie schmeckt es?

IPA steht für India Pale Ale (nicht Indian Pale Ale!) und ist vor allem durch die Craft-Beer-Revolution in den USA (wieder) populär geworden.

Ein India Pale Ale ist ein erfrischendes, fruchtig-bitteres Bier mit dem eindeutigen Fokus auf Hopfen!

Der Brauer legt also besonders viel Wert auf die Wahl der Hopfensorten, von denen es weltweit etwa 200 verschiedene gibt!

Je nach verwendeten Sorten kann ein IPA nach Zitrus oder Tropenfrüchten schmecken, grasig, blumig oder erdig sein, aber auch an Pinien oder gar Honig erinnern. Typische amerikanische Hopfensorten sind zum Beispiel Chinook, Citra oder Amarillo, deutsche Hopfensorten beispielsweise Hallertauer Sorten oder Mandarina

Durch den Hopfen kommt außerdem eine gewisse Bitterkeit ins Bier. Gewöhnlich erfrischend gilt ein IPA eher als Sommerbier. 

Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Farbe: Gewöhnlich golden bist bernsteinfarben
  • Alkoholgehalt: Meist um die 6-7 Prozent, kann aber auch darunter (Session IPA) oder darüber (Double IPA) sein
  • Bitterkeit: Betont bitter durch den Hopfen, meist 40-60 IBU (Bittereinheiten), kann sogar über 100 IBU sein
  • Stammwürze: Meist 16-20 °P
  • Aroma: Je nach Hopfensorte

Hopfen für ein IPA Bier

Bei India Pale Ales liegt der Fokus auf dem Hopfen. 

Werden IPAs nach dem Reinheitsgebot gebraut?

Ein IPA Bier wird meist nach dem Reinheitsgebot gebraut, die fruchtigen Aromen kommen lediglich vom Hopfen. Nach dem Reinheitsgebot dürfen keine Zutaten wie natürlich Grapefruitschalen (zum Beispiel im BrewDog Elvis Juice) hinzugefügt werden. Die IPA-Brauvielfalt ist trotzdem riesig!

2. Geschichte: Wo liegt der Ursprung des India Pale Ales?

Der Ursprung liegt wohl im 19. Jahrhundert in England, als das Britische Reich viele Kolonien in Übersee hatte. Die Engländer wollten auch ihre Armeen in Indien mit Bier versorgen. Doch der Weg war weit, schon nach dem Felsen von Gibraltar war es um das Bier geschehen.

Hopfen für die Haltbarkeit 

Das Bier musste also haltbarer gemacht werden: Es wurde deshalb nicht nur stärker eingebraut, sondern auch mehr Hopfen zugegeben, weil dieser eine konservierende Wirkung hat – und bald India Pale Ale genannt. Am Zielort angekommen waren die Hopfenaromen meist längst verflogen und der Malzgeschmack überwog. Wie es ganz genau ablief? Hier gehen die Meinungen auseinander. Was wir aber sicher aus der Ursprungsgeschichte mitnehmen:

Es heißt „India“ Pale Ale (Indien) und nicht „Indian“ Pale Ale (Indisch), weil das Bier für den Export nach Indien gebraut wurde (und nicht der Ursprung indisch ist).

Das IPA war fast ausgestorben

Ende des 20. Jahrhunderts war das India Pale Ale in Europa fast verschwunden. Die Amerikaner entdeckten es wieder, wagten sich an die alten Rezepte und brauten das IPA mit ihren lokalen Hopfensorten wie zum Beispiel Cascade, Tomahawk oder Centennial. Im Vergleich zu europäischem Hopfen hatten diese ein viel stärkeres Aroma und die Braupioniere freuten sich über deren frischen, spritzigen, bitteren Geschmack.

Craft Beer Revolution

Die Craft-Beer-Revolution in den USA machte das IPA wieder populär.

IPA und die Craft-Beer-Bewegung

Klar, dass Experimente nicht lange auf sich warten ließen. Sowohl unter Hobbybrauern als auch Experten war die Motivation groß, den Braustil voranzutreiben und es zu dem zu machen, was es heute ist: Ein variantenreiches Bier mit dem eindeutigen, spannenden Fokus auf Hopfen!

3. Sortenvielfalt: Welche IPA-Varianten gibt es?

Brauer aus aller Welt lieben die experimentelle Braukunst. Heute gibt es deshalb eine sehr große IPA-Familie mit verschiedensten Varianten und regionalen Unterschieden wie zum Beispiel an der Ost- und Westküste der USA.

  • Das West Coast IPA liegt geographisch näher an den Hopfenfarmen der USA und ist daher meist sehr stark gehopft, bitter oder oft experimenteller gebraut. Greg Koch von Stone Brewing sieht sich übrigens als Erfinder des West Coast IPAs. Beispiel: Stone IPA
  • Das East Coast IPA ist ebenfalls stark gehopft, aber hat aber einen ausgeprägteren Malzcharakter und ist daher etwas vollmundiger und süßlicher. Beispiel: Brooklyn East IPA

Stone IPA West Coast IPA

Stone IPA - der Inbegriff des West Coast IPAs?

Es gibt viele weitere IPA-Varianten wie zum Beispiel:

  • New England IPA (NEIPA) ist ein relativ junger Stil und voll im Trend! Trüb, fruchtig-saftig und nicht so betont bitter, da der Hopfen erst spät zugegeben wird. Beispiel: Brew Age Alphatier NEIPA
  • Session IPAs sind leichter und haben weniger Alkohol (etwa 3-4 %). Sie wurden ursprünglich für die Pausen der Fabrik- und Hafenarbeiter Englands gebraut, um auch nach einem Bier noch arbeiten zu können. Beispiel: Flower Power Session IPA von Schoppe Bräu
  • Black IPA oder Cascadian Dark Ale ist eine dunklere Version des IPAs, die schwarze Farbe ist auf die Verwendung von Röstmalzen zurückzuführen. Beispiel: Brussels Beer Project Dark Sister
  • Double IPA (DIPA) oder Imperial IPA ist eine kräftigere, intensivere Variante mit höherem Malz-, Hopfen- und Alkoholgehalt. Noch intensiver? Das Tripel IPA. Beispiel: Camba Imperial IPA
  • White IPA wird gewöhnlich mit Weizenmalz gebraut, hat aber trotzdem die Hopfenbetonung eines IPAs. Beispiel: ÜberQuell World White IPA
  • Alkoholfreie IPAs haben so gut wie keinen Alkohol und schmecken doch wie ein IPA! Sie werden mit einer besonderen (gezüchteten) Hefe gebraut. Beispiel: Kreativbrauerei Kehrwieder über NormalNull

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4. Verkosten: Wie trinkt man ein IPA und was schmeckt dazu?

Trinke ein IPA am besten so frisch wie möglich: Beim India Pale Ale liegt der Geschmacksfokus auf den Hopfenaromen, die jedoch mit der Zeit verfliegen. Am Anfang ist der Geschmack daher am intensivsten.

Die ideale Trinktemperatur

Am besten entfalten sich die Aromen in einem tulpenförmigen Glas bei etwas 6 bis 10 Grad. Mehr über die ideale Trinktemperatur von Bier erfährst Du in diesem Artikel.

Intensive Gerichte zum IPA

Ein IPA ist ein intensives Bier, daher sind intensive Gerichte eine schmackhafte Ergänzung. So passen zum Beispiel kräftiger Käse, gebratenes Fleisch, ein deftiger Burger mit Bacon, aber auch frittierte Snacks oder eine käsereiche Pizza (auch mit Peperoni) sehr gut.

Pizza und IPA

Eine Peperoni-Pizza schmeckt super zu einem IPA.

Oft liest man über scharfe, würzige Gerichte wie thailändische oder indische Speisen als ideale Kombination, da Bitterkeit und Schärfe sich gegenseitig steigern. Wenn Du hingegen etwas Salziges kombinierst, erleichtert das die Bitterkeit des Biers und die Aromen des IPAs treten viel besser hervor. Zu den fruchtigen IPA-Aromen passt übrigens auch ein Obstsalat sehr gut.

Bist Du schon ein IPA-Experte? Mach hier das IPA-Quiz

5. Bestseller: Was sind die besten IPAs?

Das ist natürlich immer Geschmackssache. Die Top 5 Bestseller im Beerwulf Shop sind:

Nathans (uns Bierexperte bei Beerwulf) Favorit ist übrigens Ruination von Stone Brewing: „Double IPA Perfektion!“

Biersorten Vielfalt im Regal

IPAs gibt es heute in allen möglichen Interpretationen und Varianten.

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  • Die SHIPA-Serie (Single Hop IPA) von Kehrwieder: Jedes IPA wird exakt gleich gebraut, doch je eine andere Hopfensorte verwendet. Wirklich spannend, um die Hopfenvielfalt zu erkunden.
  • BRLO German IPA enthält ausschließlich deutsche Hopfensorten
  • Steamworks Jasmine IPA, ein IPA aus Kanada mit Jasminblüten

Was kostet eigentlich ein IPA?

Es kommt (wie auch bei einem Pilsner) immer auf die Brauerei, den Vertreiber und natürlich die Qualität an. Craft-Brauereien legen viel Wert auf hochwertige Zutaten und einen handwerklichen Brauprozess. Da ist der Endpreis natürlich höher als der eines Industriebiers.

Zudem ist der Hopfen relativ gesehen die teuerste Zutat beim IPA brauen, denn es wird mehr Hopfen als bei anderen Bierstilen verwendet. Gewöhnlich werden IPAs außerdem hopfengestopft, das ist ein extra Schritt im Brauprozess, braucht weiteres Equipment und macht sich daher auch im Preis bemerkbar. Die Preisspanne ist deshalb groß - in unserem Shop reicht sie von 1,49 € (Brand IPA) bis 4,19 € (Lemke Imperial IPA mit 10 Prozent Alkohol).

Probier Dich selbst durch die IPA-Vielfalt

Probieren geht über studieren. Willst Du wirklich wissen, wie spannend IPA Bier sein kann, bestell Dir Deine Auswahl nach Hause und verkoste selbst: Hier findest Du alle unsere India Pale Ales.

Unser Tipp: Bestell Dir das IPA-Pack, die perfekte Auswahl, um die große, variantenreiche IPA-Vielfalt zu entdecken. Prost!

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