Trappisten- und Abteibier, redaktionelles Bild

Was ist ein Trappistenbier?Die Welt der Trappisten- und Klosterbiere

Trappistenbiere werden von Trappistenmönchen gebraut. Weltweit gibt es nur elf anerkannte Klöster, die diese Biere brauen dürfen. Aber was genau macht ein Trappistenbier aus? Und was ist der Unterschied zu einem Klosterbier? Wir erklären es Dir.

Klosterbiere

Im Gegensatz zu Trappistenbier werden Klosterbiere nicht im Kloster selbst gebraut. Sie haben jedoch auch ein Gütesiegel: „Anerkanntes belgisches Klosterbier“. Für dieses Gütesiegel gibt es mehrere Kriterien. Die Brauerei muss Mitglied sein im Verband der belgischen Bierbrauer, und dem Kloster, mit der sie zusammenarbeitet, Gebühren bezahlen. Im Gegensatz zu Trappistenbieren kontrollieren die Brauereien von „Anerkanntem belgischem Klosterbier“ die Rechte in Bezug auf Werbung und Vertrieb. Insgesamt gibt es 24 anerkannte Klosterbiere, wie unter anderem Affligem, Grimbergen und Leffe.

Inoffizielles Klosterbier

Wird ein Bier nicht als Trappisten- oder Klosterbier anerkannt, gilt es als inoffizielles Klosterbier. In diesem Fall hat es zwar den Namen eines Klosters, es besteht jedoch keine offizielle Verbindung zum Kloster selbst. Zu diesen Bieren zählen auch Sorten, die zwar nicht den Namen eines bestimmten Klosters tragen, aber gemäß dem Rezept gebraut wurden. Ein Beispiel hierfür ist Sint Bernardus. Ursprünglich braute Sankt Bernardus für das Kloster Westvleteren. Das Bier hieß damals Sixtus und wurde mit der original Sankt Sixtus-Hefe gebraut. 1992 lief die Lizenz aus und das Bier wurde in Sint Bernardus umbenannt. Dabei handelt es sich noch stets um dasselbe Bier gemäß demselben Rezept, es wird lediglich unter einem anderen Namen vertrieben.

Belgische Trappisten

Auf der ganzen Welt gibt es elf Trappistenbrauereien, wobei allein sechs in Belgien zu finden sind. In den belgischen Ardennen findet man Trappistenkloster und die Brauereien Rochefort und Chimay. In der Provinz Luxemburg gibt es das Kloster Notre-Dame d’Orval, wo das Orval gebraut wird. Die Heimat von Westmalle befindet sich etwa 20 Kilometer von Antwerpen entfernt und für ein Westvleteren Trappistenbier kann man das gleichnamige Dorf in Westflandern besichtigen. Direkt hinter der niederländischen Grenze zu Belgien erwartet dich ein köstliches helles oder dunkles Achel Blonde bei Achelse Kluis.

Niederländische Trappistenbiere

Das erste niederländische Trappistenbier war „La Trappe“. Die Trappisten, die 1881 in Berkel-Enschot einwanderten, begannen 1884 mit dem Brauen von Trappistenbier. Die zweite niederländische Trappistenbier-Brauerei ist Zundert und befindet sich im gleichnamigen Dorf. Die Mönche brauten unter dem Namen Zundert nur eine Biersorte.

Neben den Brauereien in den Niederlanden gibt es noch drei weitere Trappistenbier-Brauereien. In Engelhartszell an der Donau in Österreich wird in der Brauerei Stift Engelszell seit 2012 Trappistenbier gebraut.
Die einzige Trappistenbier-Brauerei außerhalb Europas befindet sich in Spencer (Massachusetts, USA), wo die Mönche des Klosters Saint Joseph seit 2013 brauen.
Das neueste Mitglied des „Internationalen Vereins Trappist“ kommt aus Rom und wurde 2015 offiziell anerkannt.

Westvleteren

Das wahrscheinlich bekannteste Trappistenbier ist das Westvleteren. Die Mönche können nicht immer der Nachfrage nachkommen, weil sie möchten, dass ihre Brauerei klein bleibt. Dieses Bier wird nicht in Geschäften oder im Gastgewerbe angeboten, sondern nur offiziell im Kloster selbst und in der Gaststätte auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Das Bier muss telefonisch vorreserviert werden, wobei pro Auto nur eine oder zwei Kisten zugelassen ist/sind. Trotzdem konnten diese Biere sich mittlerweile einen Weg bahnen in kleine Biergeschäfte und Bars.

Westvleteren hat vier Trappistenbiere, wovon eines (Westvleteren 12) mehrmals von Ratebeer als das beste Bier der Welt ausgezeichnet wurde.

Darreichung

Bei den am weitesten verbreiteten Kloster- und Trappistenbieren handelt es sich um helle und dunkle Biere mit einem süßlichen Anfangsgeschmack. Diese robusten Biersorten schmecken am besten aus einem Kelchglas bei einer Temperatur zwischen 8-10 °C. Ein Quadrupel sollte etwas wärmer serviert werden, zwischen 12-14 °C.

Unsere Kloster- und Trappistenbiere

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