Nina Anika Klotz: Lieblingsbiere

10 Lieblingsbiere von Nina Anika KlotzMeine zu-ganz-bestimmten-Momenten-Lieblingsbiere

„Mein Lieblingsbier? Das macht in meinen Augen kaum Sinn: Es gibt nur Biere, die in bestimmten Situationen erste Wahl sind.“ Nina Anika Klotz, Autorin und Herausgeberin von „Hopfenhelden“ stellt ihre Top 5 Craft Beer vor und gibt 5 weitere Empfehlungen.

Früher war alles einfacher. Früher war mit dem Satz „ein Bier, bitte“ alles gesagt. Man wollte und man bekam – ein Bier.

Zudem ist „ein Bier, bitte“ ein wunderschöner Satz. Er klingt nach Männerfreundschaft und coolen Mädels. Mit ihm fangen gute Abende an und hören die besten Nächte auf. Allein: Dieser Satz funktioniert nicht mehr.

Die Zeiten haben sich geändert

Wer heute ein gutes Bier will, der muss konkreter werden. Pale Ale? Stout? Porter? Soll’s sauer schmecken? Lieber malzig? Hopfenbetont? Die Craft Beer Revolution hat Bier in Deutschland vielfältiger gemacht.

Umso drängender stellt sich nun also die Frage: Welches soll ich trinken? Erstens, kippt auch der tapferste Stammtischbruder nach dem x-ten Glas unter den Tisch und zweitens ist eine wesentliche Philosophie hinter Craft Beer: Trink weniger, trink besser.

Meine Top 10 Lieblingsbiere

Empfehlungen sind also gefragt. Bitteschön! Als Gründerin und Herausgeberin von Deutschlands führendem Onlinemagazin über besseres Bier, Hopfenhelden.de, als Autorin des Buches „99 mal Craft Beer“ und als Biersommelier habe ich viele Biere probiert. Und viele Biere haben mir auch geschmeckt. Deshalb: Mein Lieblingsbier? Pffff! Die Idee eines „Lieblingsbiers“ macht in meinen Augen kaum Sinn: Es gibt nur Biere, die in bestimmten Situationen erste Wahl sind.

#1 Fuchsteufelswuid India Pale Ale: Solider Start ins Wochenende

Möglich, dass mancher Fuchs danach nur noch genüsslich schnurrt, aber: So what! Manchmal ist das doch genau das, was man an einem Freitagabend möchte: Ein saftig volles, rundes Bier mit ordentlich Wumms trinken, gemütlich etwas dazu essen und den ganzen Quatsch der Woche einfach den Quatsch der Woche sein lassen.

Der Oberbayer Markus Hoppe von Hoppebräu hat mit seinem stattlichen Imperial IPA Fuchsteufelswuid hier ein ganz wundervolles Bier für fortgeschrittene India Pale Ale Trinker geschaffen.

#2 BRLO Naked: Wir haben heute noch was vor

Es gibt eine ganze Menge sehr, sehr gute Gründe, alkoholfreie Biere zu trinken. Mehr und vor allem bessere eigentlich, als Bier mit Alkohol zu trinken. Und ich will jetzt kein Gemecker von wegen „schmeckt nicht!“, „voll wässrig“, „kein echtes Bier“ hören, bevor man nicht das alkoholfreie Naked von BRLO aus Berlin mal probiert hat. Schönes Beispiel für eine neue Generation von Craft-Alkoholfreien!

#3 Onkel Herbert Rhabarberweiße: Current Mood - Sommer!

Die Wahrscheinlichkeit, in Miami eine Berliner Weisse serviert zu bekommen ist größer, als dass einem das am Alexanderplatz passiert. Die ist dann zwar nicht „Original“, weil eigentlich nur Berliner Weisse heißen darf, was in Berlin gebraut wurde. Trotzdem irgendwie schade, dass die Amerikaner den deutschen Bierstil mehr auf dem Sender haben als die Deutschen.

Phillip Roberts der ONKEL Brauerei trat an, das zu ändern mit seinem Onkel Herbert, eine Weisse Berliner Art mit Rhabarberpüree vergoren. Letzteres gibt der knackigen Säure einen liebreizenden, fruchtigen Touch und macht das leichte Bier noch fröhlicher als Berliner Weisse ohnehin ist.

#4 Welde/Himburgs Pepper Pils: Komm, ich zeigt Dir mal dieses Craft Beer

Das beißt nicht, das will nur spielen: Auch wenn der Name es vermuten lässt, ist das Pepper Pils kein bisschen scharf sondern viel mehr total blumig. Ein charmanter, leichter Starter – in den Abend oder aber auch in die schöne, bunte Craft Beer Welt. Das Pepper Pils aus der Traditionsbrauerei Welde, in Zusammenarbeit mit Craft Beer Pionier Alexander Himburg, holt auch Leute ab, die bisher noch nicht weit über den Pilsglasrand geschaut haben.

#5 Schoppe Bräu Katerfrühstück Imperial Vanilla Stout: Heute stehen wir nicht mehr auf

Wer den Namen dieses Bieres bierernst nimmt, kann den Rest des Tages vergessen: Das wuchtig-weiche Imperial Vanilla Stout ist definitiv mehr verführerisches Betthupferl als Konterbier am Morgen danach. Eigentlich dachte Thorsten Schoppe (Schoppe Bräu) gegen Ende 2015, als die bierdurstigen Sommermonate vorüber und in der Berliner Brauerei weniger los war, jetzt macht er einfach mal etwas Verrücktes. Einen völlig abgefahrenen Sud, einen einzigen. Ein Bier zum Beispiel, bei dem jede Controlling-Abteilung sofort Alarm schlagen würde, so teuer in der Produktion, so unwirtschaftlich, eigentlich. Aber bei Schoppe Bräu haben sie kein Controlling und die Gedanken des Braumeisters sind frei.

Also kaufte er für hunderte Euro feinste Madagaskar-Vanille und braute ein mitternachtschwarzes Stout mit 12 Prozent Alkohol, das so weich und schoko-vanillig-süß köstlich schmeckt wie das Allerinnerste eines Petit Gâteau. Und was passiert? Die Leute sind verrückt danach und wollen mehr, mehr und mehr von diesem Irrsinn. So wurde das Katerfrühstück, was für ein Glück, zu einem Standard in Schoppes Bierrepertoire.

#6 - #10: Weitere Biere, die ich von Herzen empfehlen kann

Mehr Tipps gefällig?

Aber sicher: In meinem Buch „99 mal Craft Beer – Die besten Biere, die man getrunken haben muss“ gibt’s reichlich! Und ansonsten gilt – bei Bier und im Leben allgemein: Stay adventurous!

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