Kunst-Bierverkostung

Die Kunst der BierverkostungDie besten Tipps vom Experten

Du kannst eine Bierverkostung kompliziert gestalten, komplexe Terminologien verwenden und einen wissenschaftlichen Ansatz verfolgen. Aber sollte Biertrinken nicht Spaß machen? Wir haben deshalb praktische Tipps für Dich, um Dein Bier am besten genießen.

Geschmackliche Grundlagen

Bei einer Bierverkostung mögen einige vielleicht an eine Weinverkostung denken. Das ist natürlich grundlegend richtig, aber trotzdem gibt es Unterschiede.

Süß, sauer, salzig, bitter und ...?

Bevor es ans Verkosten geht, beginnen wir deshalb mit dem Grundwissen über die Zunge. Du kannst fünf verschiedene Grundgeschmacksrichtungen unterscheiden. Wir alle kennen süße, saure, salzige und bittere Aromen. Umami ist die fünfte und relativ unbekannte Geschmacksrichtung.

Es ist ein herzhafter Geschmack, der Dir das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Brühe, Tomaten und reifer Käse haben zum Beispiel alle einen Umami-Geschmack. In der Bierwelt wird Guinness Special Export oft als Beispiel für ein Umami-Bier angepriesen.

Bier wird nicht ausgespuckt

Anders als bei einer Weinprobe wird Bier nie ausgespuckt. Mit dem Ausspucken würdest Du einen Teil der Bitterkeit verpassen, denn die Bitterrezeptoren befinden sich im Hals und sind wichtig für den vollen Biergeschmack. Spuckst Du Dein Bier aus, erreicht es diese Rezeptoren nicht und es fehlt ein Teil der vollen Geschmackserfahrung.

Die richtige Temperatur

Du kennst die Grundlagen - Zeit, Dir ein Bier zu holen. Stelle sicher, dass es die richtige Temperatur hat. Das ist wichtiger als Du vielleicht denkst. Denn Bier, das direkt aus dem Kühlschrank getrunken wird, ist kalt und das kann die Aromen dämpfen. Aber was ist die richtige Temperatur?

Eine gute Faustregel ist, einfach den Alkoholgehalt zu betrachten. Wenn Dein Tripel 8 Prozent Alkohol hat, trinke es nicht unter 8 Grad Celsius.

Es ist meist besser, Bier wärmer zu trinken als kälter. Du wirst selbst bald merken, dass Biere, die zu kalt serviert werden, „verschlossen“ sind. Erst wenn sich ein Bier erwärmt, werden alle Aromen frei.

Biere im Kühlschrank mit richtiger Temperatur

Unser Beerwulf-Tipp:  Jede Produktseite auf Beerwulf.com hat Informationen zur besten Trinktemperatur und Glasform für das Bier. In unserem Artikel erfährt Du noch mehr über die richtige Trinktemperatur von Bier.

Das richtige Glas

Nun geht es daran, das richtige Glas zu wählen. Welches Bier gehört in welches Glas? Man könnte ein ganzes Buch darüber schreiben und die Küchen vieler Menschen sind zu klein, um für jede Biersorte ein anderes Glas zu beherbergen. Deshalb haben wir ein paar Richtlinien für Dich.

Biere wie Pilsner sollten in einem Glas serviert werden, das unten schmal und oben etwas breiter ist. Biere mit einem dunklen, reichen Geschmack werden am besten aus einem Kelch oder einem tulpenförmigen Glas getrunken. Tripel Biere erwachen gut in einem Kelchglas zum Leben.

Verwende im Zweifelsfall einfach ein tulpenförmiges Glas oder ein Weinglas. Die Tulpenform ist unten und oben schmaler und sorgt so dafür, dass die Aromen Deine Nase optimal erreichen.

Bierglas sehen und verkosten

3 Schritte: Sehen, riechen, verkosten

Die Verkostung lässt sich im Prinzip auf drei Schritte herunterbrechen. Diese Reihenfolge findest Du auch in unserem Verkostungsformular.

1. Sehen

Hast Du Dein Bier eingeschenkt, kann das Verkostungsabenteuer starten. Zuallererst sollst Du das Bier sorgfältig betrachten. Was siehst Du?

Welche Farbe hat das Bier? Ist das Bier klar, verschwommen oder trüb? Wie ist die Krone? Hat der Schaum eine gleichmäßige Struktur? Sind die Blasen klein oder groß? Bleibt die Krone stehen oder verschwindet sie schnell? 

2. Riechen

Im nächsten Schritt geht es ans Riechen. Wenn Du willst, kannst Du das Bier im Glas schwenken - wie Du es mit Wein machen würdest. Das setzt die Aromen frei. Beschreibe, was Du riechst.

Welche Aromen fallen Dir auf? Wenn es Zitrusfrucht ist, versuche genauer zu sein. Ist es Grapefruit, Orange, Zitrone oder Limette? Riechst Du eine Karamellsüße oder eher Kaffee oder Schokolade?

Je öfter Du Dir die Zeit nimmst, sorgfältig zu riechen und zu beschreiben, was Dir auffällt, desto leichter wird es.

3. Verkosten

Der dritte Schritt ist die eigentliche Verkostung. Nimm einen Schluck, lass das Bier über Deine Zunge gleiten und schlucke. Verkoste anschließend eine etwas größere Menge, halte sie ein paar Sekunden im Mund und schlucke erst dann. Wenn Du jetzt Deinen Mund öffnest, können sich die Aromen offenbaren.

Schmeckt es genauso wie der erste Schluck? Gibt es einen süßen oder eher einen sauren Apfelgeschmack? Achte auch auf die Bitterkeit und den Nachgeschmack. Bleibt der Geschmack für eine Weile im Mund haften oder vergeht er sofort? Tritt die Bitterkeit mit der Zeit in den Vordergrund oder bleibt die Fruchtigkeit frisch?

Es geht um den Genuss

Lass Dir Zeit. Führst Du dieses Verkostungsritual regelmäßig durch und beschreibst Deine Erfahrung, lernst Du richtig zu schmecken. Es ist auch sehr hilfreich, das gemeinsam zu tun. Teilt Euch eine Flasche Bier, schmeckt zusammen und tauscht Eure Gedanken aus.

Beim Verkosten geht es nicht um richtig oder falsch, denn es ist eine sehr individuelle Erfahrung. Was eine Person schmeckt, stimmt nicht immer mit dem überein, was eine andere Person erlebt. Noch mehr Spaß macht es mit dem Verkostungsformular. Aber vergiss nicht das Wichtigste beim Verkosten: Dein Bier zu genießen!

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