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Was ist eigentlich die Craft Beer Revolution?Der Aufstieg von Craft Beer

Die Craft Beer Revolution hat die Bierwelt grundlegend verändert und auf den Kopf gesetzt. Eine Revolution eben. Das Seltsame ist jedoch, dass niemand zu wissen scheint, was Craft Beer eigentlich ist. Es gibt noch nicht mal eine Definition dafür und trotzdem hat es eine Revolution ausgelöst!

Die Prohibition

Das Phänomen „Craft Beer" begann in Amerika. Wir können genau sagen, wann die Revolution ausbrach, nämlich im Jahr 1978. In jenem Jahr unterzeichnete Präsident Jimmy Carter ein Gesetz, das das Homebrewing-Verbot aufhob. Dieses Verbot war ein Überbleibsel einer Zeit, in der es gesetzlich verboten war, Alkohol in Amerika zu produzieren oder zu verkaufen (der Alkoholkonsum selbst war jedoch nicht verboten). Diese Periode dauerte ganze dreizehn Jahre: von 1920 bis 1933.

Vor der Prohibition war die Bierherstellung, wie in Europa, sehr regional beeinflusst. Da Amerika hauptsächlich von Einwanderern bevölkert war, konnte man an dem Bier erkennen, aus welchem Land die Leute ursprünglich kamen: Weizenbier im deutschen, Ales im englischen und Wein im italienischen Gebiet.

Alle trinken Pilsener

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren mehr als viertausend Brauereien aktiv: 1900 waren es schon weniger als zweitausend. Zwanzig Jahre später, als die Prohibition eintrat, gab es nur noch 1300 Brauereien. Nach der Abschaffung der Prohibition waren nur noch einige Dutzend Brauereien übrig. Auffallend ist, dass fast alle Brauereien ausschließlich Pilsener brauten. Pilsener profitierte von einer Großproduktion, die mit Massenwerbung, einer Erfindung nach dem Zweiten Weltkrieg, einherging. Die Brauereien übernahmen in rasantem Tempo, und Mitte der sechziger Jahre waren noch 63 Brauereien aktiv. Nur eine von ihnen, die Anchor Brewing Company aus San Francisco, braute kein Pilsener.

Heimbrauen

Bierimporte nahmen langsam zu und Amerikaner begannen, belgische Biere zu trinken. Nachdem das „Homebrewing“-Verbot aufgehoben wurde, begannen hunderte enthusiastische Bierfans Bier zu brauen, hauptsächlich inspiriert von den neuen Geschmacksrichtungen, die sie durch die importierten Biere entdeckt hatten. Einige dieser Heimbrauer verwandelten ihr Hobby in ein Geschäft und Hunderte von kleinen Brauereien wurden gegründet. Dies kam bei den Verbrauchern gut an und zur Jahrtausendwende blühte das Geschäft. Gegenwärtig werden in Amerika täglich zwei Brauereien gegründet und gibt es sage und schreibe mehr als fünftausend Brauereien auf amerikanischem Boden! Amerikanische Bierliebhaber nennen es liebevoll „Craft Beer".

Die Revolution

Dies ist also die „Craft Beer Revolution", frei übersetzt als „die Revolution des handwerklichen Bieres". Die Verbraucher suchen nach Alternativen zum Pilsener (vergiss nicht, dass amerikanische Pilsener noch einfacher und einheitlicher sind als unsere Pilsener). Tausende begeisterte Brauer haben diese Lücke gefüllt: von Stouts, Porters und India Pale Ales bis hin zu Gose und Saison. Sie haben die alten Bierstile wiederentdeckt und ihnen neues Leben eingehaucht.

Handwerklich gebrautes Bier

Lustigerweise gibt es zwar keine offizielle Definition von „Craft Beer", aber es gibt eine für „Craft Brewer", obwohl Craft-Bier nicht gezwungenermaßen von Craft-Brauern gebraut wird. Ein Craft-Brauer ist „klein, traditionell und unabhängig", aber so haben auch die großen Konzerne mal angefangen. Vielleicht ist eine Definition jedoch gar nicht nötig: Craft-Biere sind sofort am Geschmack und Aussehen erkennbar. Die Craft-Bier-Revolution lebt im Herzen des Biertrinkers und dort wurde die Schlacht schon lange ausgetragen!

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