Berlin Craft Beer

Craft Beer in Berlin: Die besten Bars & BrauereienTop-Tipps von Nina Anika Klotz

Es ist immer gut, noch einen Koffer in Berlin zu haben. Noch besser ist es aber, ein Glas parat zu halten, denn: In Berlin lässt es sich verdammt gut Craft Beer trinken. Nina Anika Klotz präsentiert die besten Craft-Beer-Brauereien und-Bars in Berlin.

Berlin ist nicht der Nabel der Welt. Auch nicht der Bierwelt. Berliner, also vor allem jene, die eigentlich nicht aus Berlin kommen, neigen gerne dazu, zu vergessen, dass ein Leben außerhalb von Berlin möglich, unter Umständen sogar schön und schöner sein kann als in der kapriziösen und schroffen Hauptstadt. Und so glauben viele von ihnen auch, dass Craft Beer ein Berlin-Ding sei. Das stimmt natürlich nicht. Aber.

Als Erstes war Berlin

Berlin war von Anfang an Vorreiter in Sachen Craft Beer. Das liegt vor allem an der internationalen Bevölkerung, an den Expats und den Easy-Jet-Touristen, die mit viel Wissen um Pale Ales und IPA hier losfeierten und feststellen mussten, dass das Bier hier irgendwie lame ist.

Dazu kommt, was Berlin auch in anderen Start-Up-Bereichen für Gründer attraktiv macht: Noch ist alles ein bisschen billiger als anderswo. Und es ist noch Platz, man kann hier leerstehende Locations für experimentelle Bars, Indie-Shops, kleine Brauereien finden.

Oder für Craft-Beer-Brauereien

Dass Greg Koch sich für Berlin entschieden hat, als er einen Standort für einen Europa-Ableger von Stone Brewing gesucht hat, gab der Berliner Craft Szene auch gleich noch mal Extraschwung. Und so steht da ganz im Süden der Stadt ein 100 Hl-Sudhaus mit gewaltiger Dosenabfüllung, ein Restaurant mit 600 Sitzplätzen, einem exzellenten Sommergarten und mehr als sechzig Zapfhähnen. Das alles ist so spektakulär, dass es die etwas weitere Anreise nach Mariendorf durchaus lohnt, aber weil das nicht immer drin ist, eröffnete Stone im Mai 2018 einen Tap Room in Prenzlauer Berg.

Neben Stone ist auch BrewDog als internationaler Player in Berlin längst angekommen, mit einer schicken, großen BrewDog Bar in Mitte. Und ebenso Mikkeller, nur wenige Meter weiter.

Berlin ist irgendwie immer unfertig, Provisorium ist Programm. Das kann man lieben oder hassen, Hauptsache, man bleibt selbst flexibel. Agile, wie man in der Digitalbranche wohl sagen würde. Das Gründerteam um Katharina Kurz ist so, und schlau und mutig noch dazu. Und so ließen sie sich auf einen spannenden Deal ein: BRLO darf eine Craft- Beer-Brauerei im absoluten Citycenter, mehr oder weniger am Potsdamer Platz errichten – allerdings nur für fünf Jahre.

Lösung: Das Sudhaus und das dazugehörige Restaurant, das BRLO BRWHOUSE (herausragende und komplett überraschende Küche!), sind aus Überseecontainern zusammengezimmert, die man – theoretisch – einfach so umziehen und anderswo wieder aufbauen kann. Rings um den architektonischen Coup gibt es einen großen stylischen Biergarten. Gute Location zum Fußball-Rudelgucken!

Ganz anders und viel kleiner, aber ein Meilen- wie Urgestein der Berliner Craft Beer Szene ist Heidenpeters, die Brauerei im Keller der Markthalle Neun in Kreuzberg. Hier hat der Autodidakt Johannes Heidenpeter angefangen, außergewöhnlich kreative Biere zu brauen, direkt darüber, in einer Ecke der Markthalle, ist heute noch sein kleiner Ausschank, der besonders an den Donnerstagabenden zum Streetfood Thursday brummt.

10 Biere für € 22,60  

Craft-Beer-Bars in Berlin

Nicht weit von hier, ein paar Ecken weiter in Richtung Görlitzer Park, ist die erste und älteste Craft-Beer-Bar Berlins, das Hopfenreich. Ein guter Anlaufpunkt für alle, die sich gern von Barleuten bedienen lassen möchten, die wirklich im Film sind und Ahnung von den Bieren haben, die sie ausschenken.

Gleiches gilt übrigens auch für die ebenfalls Kreuzberger Biererei Bar. Chef Cihan Caglar tauchte bereits vor Jahren als Politikwissenschaftler ins Craft-Beer-Geschäft, als er den Biererei Shop auf der Oranienstraße eröffnet hat, einen Bierspezialitäten-Laden mit anspruchsvollen und besonderen Bieren.

Von hier aus lohnt es sich allemal, den Barcrawl nach Neukölln zu verlagern, wo im MUTED HORN Biere am Hahn warten, die man in keiner anderen Bar Berlins bekommt. Die kanadischen Betreiber pflegen engste Kontakte zu Spitzenbrauereien in ganz Europa und schaffen es – man weiß nicht wie – immer wieder, Zeug an den Hahn zu kriegen, bei dem der Stammkundschaft den Mund offen bleibt.

Wer noch kann, der zieht dann nach Friedrichshain weiter. Im Protokoll (s. Bild) gibt es – unter anderem – russisches Craft Beer zu trinken, im Café Szimpla und dem LABor direkt daneben Craft Beer aus Ungarn, die Home Bar hat Biere von überall und im Straßenbräu so wie bei Hops & Barley gibt es Bier von hier – letztere sind nämlich quasi BrewPubs.

Anmerkung von Beerwulf: Wir haben weitere Tipps von unseren Craft-Beer-Fans bekommen - im Beer:eau @Berlin Beer Academy gibt es nicht nur Bier zu kaufen, sondern Du kannst Dir auch was zapfen lassen. Genauso ist das Brauhaus neulich einen Abstecher wert -  eine rustikal, gemütliche Brauerei mit Bar. Braumeister und Team haben sich zum Ziel gesetzt, nie ein Bier zweimal gleich zu brauen.

Du kannst Dir Berliner Craft Beer auch zu Dir nach Hause holen - wir haben Dir einige Berliner Biere zusammengestellt, weitere Biere findest Du auf unseren Berliner Brauereiseiten BRLO, Schoppe Bräu, Lemke und Superfreunde.

Mehr spannende Artikel?

Legend Has It: BRLO braut mit Run the Jewels
Trappistenbier: Die hohe Braukunst der Mönche
Die besten Craft-Beer-Festivals im Sommer 2018
Alle Artikel anzeigen

Biere aus Berlin

Bist Du 18 Jahre oder älter?

Du kannst nur Craft Beer kaufen, wenn Du 18 Jahre oder älter bist. Wir verkaufen kein Bier an Minderjährige. 

Stimmst Du dem Gebrauch von Cookies zu?

Wir verwenden Cookies, um Dir ein angenehmes Erlebnis auf unserer Website zu ermöglichen (lies unsere Datenschutz- und Cookie-Richtlinien).