Braupakt Sierra Nevada Weihenstephan

Braupakt: Weihenstephaner braut mit Sierra NevadaDeutsche Tradition trifft US-Moderne

Länderübergreifende Kollaborationssude sind der heißeste Trend der Bierszene. Jüngst trafen sich die amerikanischen Craft-Pioniere von Sierra Nevada in Weihenstephan, um ein kreatives Weißbier zu brauen. Jetzt ist der „Braupakt“ auf dem Markt.

Lange Tradition auf dem Weihenstephaner Berg…

Wer den heiligen Berg in Weihenstephan erklimmt, den begleiten verführerische Düfte von Hopfen und Malz. Dort, oberhalb von Freising, unweit der Hopfengärten der Hallertau, thront die angeblich älteste Braustätte der Welt: die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan. Im Jahre 725 gründete der fromme Korbinian auf dem Hügel mit zwölf Gefährten die Benediktinerabtei. Und da, wo ein Kloster stand, wurde seit jeher auch Bier gebraut.

Doch die Mönche erlebten turbulente Zeiten: 955 zerstörten die Ungarn die Braustätte, dann im Dreißigjährigen Krieg die Schweden und später noch Franzosen und Österreicher. Dann brannte das Kloster auch noch zwischen 1085 und 1463 viermal vollständig nieder. Doch die Diener Gottes bauten Kloster und Brauerei immer wieder neu auf und rollten weiterhin ihre Bierfässer in die Ewigkeit.

…trifft auf amerikanische Moderne

Solch Tradition und jahrhundertealtes Handwerk schätzen Brauer aus der ganzen Welt – auch wenn heute keine Mönche mehr am Sudkessel stehen. Jetzt weht frischer Wind durch die ehrwürdigen Gemäuer. Nach vielen Gesprächen und einem Jahr Rezeptentwicklung entschieden sich die Macher der Staatsbrauerei Weihenstephan für einen modernen Kollaborationssud mit den amerikanischen Craft-Bier-Pionieren von Sierra Nevada Brewing.

Braupakt: Sierra Nevada und Weihenstephan

Ken Grossmann, Chef und Gründer der US-Braustätte in Kalifornien, war in den 1980ern einer der ersten Craft-Brauer rund um den Globus. Inzwischen zählt Sierra Nevada zu den größten und erfolgreichsten Kreativbrauereien der USA. Bei dem transatlantischen „Braupakt“, wie der bayerisch-amerikanische Gemeinschaftssud heißt, vereint sich traditionelle Weißbier-Kompetenz mit modernem Hopfen-Wissen. „Wir haben unsere Kernkompetenzen gebündelt, um mit einem besonderen Bier unsere Kernmärkte zu bedienen“, sagt Weihenstephan-Braumeister Tobias Zollo.

„Braupakt“: Was genau ist das?

Beim „Braupakt“ handelt es sich um ein kreatives Weißbier mit sechs Prozent Alkohol, das mit drei Hopfensorten aromatisiert ist. Neben dem bayerischen Hallertauer Tradition, brachte Sierra Nevada Braumeister Scott Jennings auch die amerikanischen Sorten Amarillo und Chinook mit. Das Ergebnis: Ein orangefarbenes Weißbier mit cremiger und stabiler Schaumkrone.

Der Braupakt duftet nach Banane und Nelke. Hinzu gesellen sich würzige Aromen der eingesetzten Hopfensorten sowie ein Touch von Zitrusfrüchten. Vollmundig und mit zarter Kohlensäure breitet sich eine sanfte Säure auf der Zunge aus, gepaart mit Bananennoten und würziger Hopfenherbe, die von einem kräftigen Malzkörper unterstützt werden. Im Abgang zeigen sich die 21 Bittereinheiten (IBU) mit einer gewissen Pfeffrigkeit und einer zusätzlichen Aromakomponente von Weißbrotkruste. Scott Jennings beschreibt das Bier auch gern so: „Unser Pakt ist ein perfektes Beispiel für einen aromatischen Sud mit hoher Drinkability“.

Hopfen und Weizen

Internationale Zusammenarbeit mit Erfolg

Ziel dieses Kollaborationssudes ist es, mehr Aufmerksamkeit in der jeweils anderen Nation zu erzielen. Außerdem will das Team der Bayerischen Staatsbrauerei zeigen, dass es neben dem traditionellen Portfolio auch offen sei für kreative Biere.

Die Macher von Sierra Nevada dagegen schätzen die deutsche Bierkultur und verdeutlichen mit dem Sud den aktuellen Trend der US-Szene. Denn neben extrem hopfigen Bieren mit hohem Alkoholgehalt und wuchtigen Aromen, sind jetzt vor allem gut trinkbare Sorten gefragt, mit denen sich lange Nächte verbringen lassen. Der „Braupakt“ ist ab sofort in 32 Ländern erhältlich.

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